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Forum » 3.0 Allgemeines Forum » Hardware » Ein USB-Kabel für 1300 Dollar

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Wolfenstein


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Herkunft: Dübendorf (CH)
Beiträge: 113
# Thema - 23.03.2017 um 18:39 Uhr
Nichts Langweiligeres als ein USB-Kabel, so könnte man meinen. Und doch hat der amerikanische Ingenieur Benson Leung angefangen, in seiner Freizeit USB-Kabel zu testen. Seine Entdeckungen sind haarsträubend.



«Rezept für ein Desaster»

Bei Amazon.com kaufte sich Leung für knapp zehn Dollar ein drei Meter langes USB-3-Typ-C-Kabel des chinesischen Herstellers Surjtech. Das Kabel wurde angepriesen mit den Behauptungen: «Super Strong Compatibility», «sorgfältig gefertigt mit hoher Qualität», «das beste Qualitätskabel auf dem Markt».

Leung, der bei Google arbeitet und an der Entwicklung der Pixel-Chromebook-Mobilcomputer beteiligt ist, verband mit dem Kabel ein Netzteil von Apple und ein Chromebook neuester Bauart. Dazwischengeschaltet: ein Messgerät. Doch zu Messungen kam es nicht, die an dem Surjtech-Kabel angeschlossenen Geräte versagten sehr schnell den Dienst. Das Messgerät und der Mobilcomputer – Listenpreis 1300 Dollar – waren zerstört worden.

Ein USB-Typ-C-Kabel lässt sich auch für die Stromversorgung von Computern nutzen. Unterstützt werden Geräte mit einer Leistungsaufnahme bis zu 100 Watt. Dabei sind verschiedene Stromstärken und Spannungen möglich. Wo ein Kabel zwischen verschiedenen Generationen von USB-Schnittstellen vermittelt, muss es darauf vorbereitet sein, die Stromstärke zu limitieren. Beim Surjtech-Kabel waren nicht nur die falschen Widerstände falsch eingebaut, es waren auch Drähte vertauscht worden. «Das ist ein Rezept für ein Desaster», schreibt Leung. «Dieses Kabel ist gefährlich.»

Leung hat seit Oktober allein auf Amazon mehrere Dutzend Testberichte über USB-Kabel publiziert. Bei vielen musste er feststellen, dass sie nicht der Spezifikation entsprechen, bei einigen fand er so schwerwiegende Fehler, dass er vor dem Kauf warnen musste. Vorerst sind Anwender gut beraten, nur Kabel von bekannten Herstellern zu verwenden, etwa von Apple oder von Google, auch wenn diese sehr teuer sind.
Achtung: Lebensgefahr

USB-Kabel sind langweilig. Doch es geht hier nicht nur um USB-Kabel. Eben gerade sorgten Elektro-Rollbretter – sogenannte Hoverboards – für Aufsehen, deren Räder plötzlich blockieren und die manchmal in Flammen aufgehen. In den USA sind mehrere Dutzend Brände bekanntgeworden. Die amerikanische Consumer Products Safety Commission empfiehlt, diese Geräte nur zu benutzen, wenn ein Feuerlöscher in der Nähe ist.

Im vergangenen Herbst berichtete die TV-Sendung «Panorama» des Norddeutschen Rundfunks über «lebensgefährliche» LED. Bei diesen Lampen sind Kabel nicht ausreichend isoliert, was einen tödlichen Stromschlag verursachen kann.

All diese Produkte haben zwei Dinge gemeinsam: Sie stammen aus China, und sie werden über Amazon vertrieben. Chinesische Ingenieure nehmen es mit den Spezifikationen nicht so genau, chinesische Fabrikanten sind offenbar nicht bereit, für Sicherheitsvorkehrungen und für Tests Geld auszugeben.
No-Names überall

In Europa soll die CE-Kennzeichnung dem Käufer signalisieren, dass ein Produkt den hier geltenden Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen entspricht. Das Zeichen ist kein Prüfsiegel, sondern eine Selbstdeklaration: Der Hersteller ist selber für die Tests zuständig. In einem dynamischen Markt von Mitbewerbern kritisch beäugt, wird er es nicht wagen, seinen guten Ruf und den langfristigen Geschäftserfolg aufs Spiel zu setzen, indem er auf die für die CE-Kennzeichnung notwendigen Tests verzichtet.

Da nun aber viele Bereiche der Computertechnik und der Unterhaltungselektronik durch chinesische No-Name-Anbieter dominiert werden, ergibt die CE-Kennzeichnung keinen Sinn mehr. Chinesische Hersteller betrachten Prüfsiegel oder Standard-Zertifikate oft als dekorative Elemente, die auch ohne Prüfung und ohne Standard-Kompatibilität schön aussehen.

Die amerikanischen Underwriters Laboratories (UL), eine unabhängige Organisation, die Produkte testet und zertifiziert, hat Mitte Januar eine Warnung publiziert, dass die UL-Siegel auf einigen chinesischen Hoverboards gefälscht seien. Auch die USB-Kabel von Surjtech schmücken sich mit Logos des USB Implementers Forum, ohne aber den entsprechenden Spezifikationen gerecht zu werden. Und wenn jetzt Surjtech-Produkte in Verruf geraten sind, dann werden halt diese Kabel ab morgen unter einem anderen Namen verkauft. Wo soll ein geprellter Kunde seine Schadenersatzforderungen präsentieren?
Hilflosigkeit

Auch bei Amazon wird er nicht auf Verständnis hoffen können. Amazon verkauft diese Produkte zumeist nicht selber, sondern stellt lediglich die Plattform für den Verkauf zur Verfügung. Chinesische Online-Händler können ihre Produkte in den deutschen Logistikzentren von Amazon einlagern und deutsche oder schweizerische Kunden beliefern, ohne selber in Deutschland eine Präsenz aufzubauen und sich deutschen Aufsichtsbehörden zu zeigen.

Die «Marktüberwachungsbehörden», so heisst es zusammenfassend in einer Studie (2014) der deutschen Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, stehe solchen Importen «relativ hilflos» gegenüber. Die Studie zitiert den Appell eines elektrotechnischen Branchenverbandes, der vor der «Lebensgefahr durch Billig-Elektroprodukte aus dem Internet» warnt, muss aber konzedieren, dass gegen Verkaufsplattformen wie Amazon «Marktüberwachungsmassnahmen kaum möglich» seien und Sanktionsmechanismen versagten.

Quelle : NZZ


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